These 1

Eine Serifenschrift passt besser zu mir als eine Schrift ohne Serifen.

Als Serife bezeichnet man die mehr oder weniger feine Linie, die einen Buchstabenstrich am Ende, quer zu seiner Grundrichtung, abschließt. Salopp könnte man Serifen auch die „Füßchen“ einer Schrift nennen.

These 2

Ich bevorzuge dekorative Schriften.

Der Begriff „Dekorative Schriften“ wird hier im Gegensatz zu „Textschriften“ verwendet, welche für gewöhnlich für kleine Schriftgrößen verwendet werden. Dekorative Schriften werden meistens nur in großen Schriftgraden verwendet, beispielsweise für Überschriften. Sie eignen sich meist nicht für lange Texte und sind oft experimenteller, verspielter oder verschnörkelter als gewöhnliche Textschriften.

These 3

Ich mag es wenn eine Schrift ein Antiqua-g besitzt.

Man unterscheidet zwischen dem zweistöckigen g und dem dreistöckigen Antiqua-g. Das zweistöckige, oder offene g wird traditionell in serifenlosen Schriften verwendet, das dreistöckige, oder geschlossene g in Serifenschriften. Heute enthalten serifenlose Schriften oft ebenfalls ein Antiqua-g, um einen humanistischen Bezug herzustellen.

These 4

Eine gute Schrift muss politisch sein.

Kann eine Schrift politisch sein?

These 5

Ich bevorzuge Schriften mit einem humanistischen Touch.

Als humanistische Schriftformen bezeichnet man Formen, die noch an das Schreiben mit der Hand erinnern, ohne Manierismen und Konstruktionen. Garamond beispielsweise ist ein Klassiker der humanistischen Schriften. Es gibt aber auch Serifenlose, die das humanistische Formprinzip verwenden, z.B. Gill, Syntax, Polo oder Thesis. These doppelt gewichten Zustimmung Neutral Ablehnung Überspringen

These 6

Ich verwende sehr oft Verkehrsschilderschriften.

Schriften wie FF DIN oder Interstate sind Verkehrsschilderschriften. Es sind meist Schriften, die ursprünglich für unsere Verkehrsschilder von Ingenieuren nach geometrischen Vorgaben konstruiert wurden.

These 7

Ich bevorzuge Schriften die speziell für den Einsatz am Bildschirm entworfen wurden.

Schriften werden am Bildschirm anders dargestellt als im Druck. Vor allem bei den herkömmlichen Monitoren mit relativ niedriger Auflösung sind Schriften, die speziell für den Bildschirm entworfen wurden, wesentlich lesbarer.

These 8

Ich mag konstruierte Schriften.

Konstruierte Schriften basieren meist auf geometrische Grundformen. Sie haben fast immer eine eher mechanische, technische Anmutung, im Gegensatz zu eher organischen Buchstabenformen.

These 9

Mir ist ein kurzer Name der Schrift wichtig.

Einen guten Namen für eine neue Schrift zu finden ist sehr schwierig. Er muss zur Schrift passen, etwas von der inhaltlichen Idee vermitteln, und gleichzeitig prägnant und einprägsam sein.

These 10

Ich liebe schmale Schriften.

Schmale Schriften eignen sich gut für Anwendungen mit schmalen Spalten oder engen Überschriften. Sie sind praktischer und platzsparender, ab einem gewissen Grad aber meist auch weniger gut lesbar.

These 11

Ich bevorzuge es, wenn die Standardziffern einer Schrift Minuskelziffern sind.

Minuskelziffern sind Ziffern mit kleinen Ober- und Unterlängen, die sich so besser ins Textbild einpassen. Im Gegensatz dazu haben gleichhohe Ziffern eine einheitliche Höhe, meist die Höhe der Großbuchstaben.

These 12

Eine Schrift sollte eine hohe x-Höhe haben.

Als x-Höhe bezeichnet man die Höhe der Kleinbuchstaben im Vergleich zu den Großbuchstaben und den Ober- und Unterlängen. Die x-Höhe kann man sehr gut am x sehen, deshalb der Name. Schriften mit großer x-Höhe sind meist praktischer, weil sie sehr kompakt sind, einen geringen Zeilenabstand erlauben und auch in sehr klein meist gut lesbar bleiben. Aber sie wirken oft auch weniger elegant.

These 13

Ich mag es wenn eine Schrift runde Punkte hat.

Meist sind in einer Schrift entweder alle Punkte rund oder rechteckig. Punkte sind nicht nur in den Satzzeichen zu finden, sondern auch im i und j oder ä, ö und ü.

These 14

Ich liebe serifenlose Schriften mit hohem Kontrast.

Als Kontrast bezeichnet man den Strichstärkenunterschied von waagrechten und senkrechten Linien in einer Schrift. Antiquaschriften haben immer diesen Strichstärkenkontrast. Serifenlose Schriften hingegen haben traditionell keinen oder einen sehr geringen Strichstärkenkontrast, das heißt die horizontalen Balken sind optisch annähernd so stark wie die senkrechten Balken. Aber es gibt auch Serifenlose, die einen auffallenden Kontrast zwischen Waagrechten und Senkrechten besitzen.

These 15

Ich bevorzuge Schriften mit gerundeten Serifen.

Serifen können in unterschiedlicher Weise mit den Grundstrichen verbunden sein. So kann der Übergang gerundet sein, aber auch eine Ecke aufweisen.

These 16

Eine gute Schrift muss für mich tropfenförmige Endungen haben.

Tropfenförmige Endungen befinden sich oft oben am a, c, f, g r. Manchmal auch am s, z, und am unteren Schwung des y.

These 17

Eine gute Schrift muss für mich ein versales ß besitzen.

Über eine Aufnahme eines versalen ß (Großbuchstaben-ß) in das deutsche Alphabet wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts diskutiert. Anfang 2008 wurde das große ß als neues Zeichen in den internationalen Standard Unicode für Computerzeichensätze aufgenommen. Seit dem 29. Juni 2017 ist das ẞ Bestandteil der amtlichen deutschen Rechtschreibung. Trotzdem ist es unter Schriftentwerfern umstritten. Nicht alle Schriften von Ludwig Type enthalten ein versales ß.


Du kannst die Befragung neu starten oder den Rest der Thesen überspringen.
Außerdem haben wir auch eine FAQ-Seite.